Johann Grote war ein Preuße, dem der Diebstahl von Geiseln und der Totschlag eines Knechtes vorgeworfen wurde [1].
Leben
Namenvarianten: Johan Grote, Johannes Grote, Johanne Groten.
Lebensdaten: Das erste mal um 1362 in den Quellen erwähnt, das letzte mal 1378[2].
Herkunft: Rostocker Bürger [3].
Tätigkeitsgebiet: Über sein Tätigkeitsgebiet ist nichts Näheres bekannt.
Verwandtschaft: Unbekannt
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: In einer aus dem Jahr 1378 stammenden Quelle wird Grote von Olaf Björnsson vorgeworfen, als Teil einer 13-köpfigen Gruppe von Preussen englische Geiseln entwendet zu haben, deren Wert Björnsson auf 410 Nobeln taxiert. Dabei hätten die Preussen einen Knecht Björnssons erschlagen, zwei seiner Hengste erschlagen, sowie sechs weitere Knechte verwundet [4]. Auf diese Klage reagierte die Stadt Elbing mit einem Brief, indem sie schrieb, dass die von Björnsson Benannten zurzeit außer Lande seien, man sie aber gerne bei ihrer Heimkunft mit den Vorwürfen konfrontiere [5]. Über den weiteren Verlauf dieser Angelegenheit ließen sich keine Quellen finden.
Es lässt sich lediglich vermuten, dass sich dieser Zwischenfall auf Olav Björnssons Ländereien ereignete, da Knechte und Pferde zu schaden kamen und Geiseln entwendet wurden. Diese Ländereien lagen möglicherweise bei Gurre auf Sjaelland, in der Nähe von Kopenhagen.
Status: Unbekannt
Fahrgemeinschaften: Herman Stoting, Berthold van Grimme, Kerstian Knut, Klaus Gussore, Everd van Telgite, Arnold Duker, Heyno Keweyde, Egbert Heket, Peter Wylhelmesson, Johan Bodeker, Tideric Vischer, Johan Rede
Auftraggeber: Unbekannt
Angaben zu Schiff und Besatzung: Unbekannt
Sonstige Tätigkeiten: Grote wird aufgeführt in einem Verzeichnis von Rostocker Bürgern, welche 1362 im Krieg gegen Dänemark gefangen genommen und später ausgelöst wurden [6].
Sonstiges
In MUB XV, 8867 wird ein Maurermeister gleichen Namens aus Wismar erwähnt, aufgrund seines Berufes erscheint es allerdings unwahrscheinlich, dass es sich um die von Björnsson beschuldigte Person handelt.
Ein Lübecker Johan Grote kaufte 1414 eine Handelsstube in Bergen [7]
Quellen
HR. I, II, 175-176.
HR. I, I, 310 §5, 311.
HR. I, III, 238 §33.
HR. I, VI, 337 §14.
HUB 5, 1137.
MUB XV, 8867, 9117.
In folgenden Quelleneditionen wurde gesucht, aber nichts gefunden:
HR. I, IV- V sowie VII-VIII.
HUB 3-4.
MUB XIII-XXII
Preußisches Urkundenbuch 5.
Literatur
Einzelnachweise
↑
HR I, II, 175.
↑
HR I, II, 175; HR. I, I, 310 §5.
↑
HR. I, I, 311.
↑
HR I, II, 175.
↑
HR I, II, 176.
↑
HR. I, I, 310 § 5, 311; HR. I, III, 283 §33.
↑
HUB 5, 1137,